Archiv für den Monat September 2018

Freundschaften


Freundschaften die sich über Jahre hinweg bewährt haben und noch bestehen.

Mein Familienmitglied, mein Sohn ist zur Zeit zur Reha. Es gefällt ihm und ich feue mich darüber sehr. Wir hoffen natürlich auf einen großen Schritt nach vorne.-

Bevor er gefahren ist, hatte er mir ein kleines Geschenk besorgt. Die Zeit, uns noch mal zu treffen hatte nicht mehr gereicht.

Gestern bekam ich überraschend einen Besucher, den ich lange nicht mehr gesehen hatte. Es war der langjährige Freund meines Sohnes. Wir kennen uns seit der Einschulung. Stellvertretend für meinen Sohn hat er mich besucht und mir das kleine Geschenk mitgebracht.

Ich habe mich über seinen Besuch sehr, sehr gefreut. Der Inhalt des kleinen Päckchens war eine Überraschung und ich hatte keine Ahnung was dieses *blaue Etwas* bedeutete. Nach der Aufklärung war ich echt erfreut.

So … das ist das *BLAUE DING*. Kennt ihr so etwas? Bitte noch nicht verraten.

Morgen schreibe ich euch DSC00677was es ist.

Schönen Sonntag,

L.G.erice-Lilo

 

2te … Aus der Jugendzeit


 

Was war vorher?  Vor der Wohnungssuche?

Die Zeit des Kennenlernens

Es war einmal…so fingen früher die Märchen an.

Damals als wir uns kennen lernten, der Vater meiner Kinder und ich, das war beinahe wie im Märchen.

Meine Bekannten sagten mir oft, dass ich gut aussehe. Sie fanden meine langen dunklen Locken beneidenswert und passend zu meinen braunen Augen. Nun es machte mich jedes mal glücklich aber nicht eingebildet. Mit 19 Jahren freut sich auch heute noch jedes Mädchen über Komplimente. Zu dieser Zeit waren die meisten jungen Menschen sehr schlank. Meine Freundin war kleiner als ich, eine blauäugige Blondine.

Jeden Sonnabend traf sich die Jugend zum Tanz. Eigentlich war es nur eine verräuchert, stinkende Bierkneipe bevor wir sie eroberten und zu einem unserer Treffs machten. Eine kleine Laienband , junge Männer, spielte dort für etwas Kleingeld zur Unterhaltung auf. Es gab Ende der fünfziger Jahre für die Jugend noch nicht viele Möglichkeiten um sich zu amüsieren. Das Land war immer noch im Aufbau, es gab nach dem Krieg noch sehr viel zu tun. Die vielen ausgebombten Häuser und die Wohnungsnot. Da wurde gebaut, abgerissen und gebaut. –

Es war Sonnabend und wir hatten uns recht heraus geputzt. Meine Freundin liebte enge Röcke aber heute hatte sie sich für ein helles, blaues Kleid mit weit schwingendem Rock entschieden. Beide waren wir zum aller ersten mal mit dem neuestes Trent der Modewelt bekleidet. Es war der nicht ganz preisgünstige Petticoat. Mir war nach einem kleinen schwarzes Oberteil zum bunten, weiten Rock. Dazu hatte ich einen goldschimmernden Metallgürtel um. Ich fand den Gürtel wunderschön. Das ich den entdeckt hatte, das war ein Zufallstreffer. Mein Vater war strickt dagegen und fand, dass ich mir doch wie ein Gurkenfass, mit Ring , vorkommen müßte. –

Ja zu dieser Zeit lernten sich die jungen Menschen noch direkt kennen, persönlich von Mensch zu Mensch. Nicht so wie heute per Internet oder Kontaktanzeigen. Beim Tanzen kennen lernen das war am beliebtesten auch am leichtesten. Junger Mann forderte junge Frau einfach zum Tanzen auf. Kamen sie erst einmal in ein Gespräch, dann entschied die Sympathie, ob man ein zweites Tänzchen wagte. Klappte das nicht so gut dann wurde auf den nächsten Tänzer gewartet oder auf die Damenwahl.-

In dem kleinen Kino ging das auch mit dem Kontakte knüpfen. Die Preise waren damals noch erschwinglich. Gab es mal einen Film der nicht so gut lief, dann lies uns der Kinobesitzer auch schon mal zum 1/2 Preis rein. Das war dann seine Reklame. Ausserdem wußte der Kinobesitzer genau warum wir seine 18:00 Uhr Vorstellung besuchten.

Heute kaum zu glauben, aber wir kannten das Ehepaar persönlich. Das Kino gehörte den beiden. Es waren sehr nette Leute und so um die 50 Jahre alt. Sie verkaufte oder verschenkte die Karten und sorgte auch für den geordneten Einlass. Ihr Mann führte die Filme vor. Manchmal gab es noch einen Kurzfilm als Zugabe.

So, wieder zurück in die Kneipe zum fröhlichen Beisammen sein.

Wir tanzten viel und kamen so richtig ins schwitzen. Die Toiletten waren eine Etage tiefer, im Keller. Gerade hatte ich mich etwas erfrischt, kam gerade von unten herauf. Die Wendeltreppe war schmal und es gab starken Gegenverkehr. So kam es dass, mir ein junger Mann an der letzten oberen Stufe Platz machen mußte. Ich sah ihm ins Gesicht und war ganz einfach … hin und weg. Mittelgroß, schlank und sein schmales Gesicht wurde von einer dunklen Lockenpracht betont. Schweigend setzte ich mich an den Tisch, trank erst einmal einen großen Schluck Wein. Rauchte eine Zigarette ohne zu bemerken was ich da tat. Ich war noch bei der Begegnung. Meine Freundin holte mich dann wieder in die Gegenwart zurück. Sie wollte wissen was plötzlich mit mir los war. Einen Augenblick schwieg ich noch vor mich hin dann erzählte ich ihr was mir passiert war. ,,Hach,“ lachte Marianne, ,, du hast dich verknallt. Das ist Anderen auch schon passiert.“

Der Rest des Abends verlief wie immer, tanzen, tanzen, unterhalten. Es war laut und lustig.

Gerade hatte ich versucht zu tanzen. Der Junge war kein Tänzer nur ein betrunkener Lümmel den ich ganz einfach auf der Tanzfläche stehen ließ. Auf dem Weg zum Tisch wurde ich von zwei kräftigen Armen wieder eingefangen und auf die Tanzfläche geschoben. Ich sah auf, sah in das Gesicht des Tänzers. Das konnte ich jetzt kaum glauben. Es war *ER*!!! Der dunkel gelockte junge Mann, von der Treppe. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass er mich überhaupt nicht wahrnahm. Seine Augen waren auf mein Gesicht gerichtet aber er sah mehr durch mich hindurch.

Mitten im Tanz, urplötzlich lies er mich stehen, verlies die Tanzfläche und das Lokal. Mein Gesicht muß Bände gesprochen haben. Meine Freundin lachte mich aus. Ich war geschockt. Das war mir noch nie passiert.-

An einem der nächsten Tage traf ich auf dem Weg zu meiner Freundin, zufällig einen Bekannten. Ein unsympathischer  Mensch, überall unbeliebt. offensichtlich kannte er den Vorfall von dem Tanz und von dem Vorfall auf der Tanzfläche und wohl auch den jungen Mann. Wir grüßten uns kurz und dann drängte er mir seine Meinung, sein Wissen auf. Im vorbei gehen rief er mir zu, dass der Kerl schon in festen Händen sei. Mir stockte der Atem vor Schreck. Mir war diese Angelegenheit recht peinlich. Kein Mädchen mag es wenn, sie so einfach während des Tanzes stehen gelassen wird. Ich hatte diese Peinlichkeit erfolgreich verdrängt, wurde nun an dieses unangenehme Erlebnis, so einfach auf der Strasse erinnert. Eilig setze ich meinen Weg fort.-

Nach Wochen, ich hatte das Tanzparkett Erlebnis und den jungen Mann nicht mehr vergessen können, da trafen wir an der Bus Haltestelle auf einander. Mir wurde heiß vor Aufregung und auch vor Wut die mich jetzt überkam.Bisher hatte mich noch kein Mann einfach auf der Tanzfläche stehen lassen.

Wir sahen uns nur schweigend an, gingen aneinander vorbei. Ich konnte den Mann einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Wir begegneten uns in den nächsten Wochen immer wieder einmal. –

Es war wieder ein Sonnabend. Meine Freundin Marianne und ich wir suchten uns schnell einen Tisch, nicht zu nahe bei der Kapelle aber mit dem Blick auf die Tanzfläche. Es war wie immer gerammelt voll und alle wollten eben einen guten Platz  bekommen. Die Serviererin ging von Tisch zu Tisch um die Bestellung aufzunehmen. Wir bestellten uns wie immer jeder eine kleine Flasche *H. M.*

Ach ja, inzwischen gab es den neuesten Tanz. Den Rock`n`roll. Der war so ganz anders als Walzer. Ein verrückter Tanz der sich mehr und mehr durchsetzte und immer beliebter wurde.

Meine Erinnerungen für euch

erice-lilo

 

 

Und sie höret nimmer auf!


DSC00663

Privates Stillleben

Die Arbeit.

Schon wieder 17 Tage mit ARBEIT vertrödelt. Ich dachte, wenn ich es dann endlich mal geschafft habe, dann habe ich Ruhe. Oh nein, es geht immer weiter. Anfangs läßt man sich Antragsformulare zu schicken. Dann liest man und sucht die dafür benötigten Unterlagen zusammen oder fordert sie an. Atteste zum Beispiel oder fehlende Arztbriefe. Dann werden die verlangten Daten in das Formular eingesetzt, auch gleich kopiert als Beleg. Ist dann alles hübsch gebündelt, in einem großen Briefumschlag verstaut und versandfertig gemacht dann geht das Ganze zur Post. Ja ich weiß im 21ten Jahrundert, Zeitalter der digitalen Technik , ausgelöst durch den Komfort des Computers und allem Drumherum, da sollte doch alles spielend leicht gehen und im Handumdrehen auch erledigt sein. Weit gefehlt. Fängt doch schon beim telefonieren an, wenn man nur mal eine Auskunft benötigt. Da sind dann die Ansagen auf einem Band mit den Fragen: „Wollen sie das.. dann drücken sie die Taste so und so. Es werden vier, fünf oder mehr Möglichkeiten angeboten … und so weiter. Dann warten auf den nächsten freien Sachbearbeiter und ja… der benötigt auch wieder Daten. Vertragsnummer, Kundennummer und wer weiß was noch alles.“-

Ich hatte noch keinen Pflegegrad, also auf verschiedene Hilfen keinen Anspruch, aber jetzt. Ja ich bekomme ein gewisse Summe zur Lösung und Erleichterung verschiedenster Probleme. Das ist auch gut so und ich bin dankbar für diese Möglichkeiten. Bisher war ich unabhängig von Ämtern und so. Jetzt bekomme ich die finanzielle Hilfen nur zugebilligt, wenn ich mich von einer Sozialstation versorgen lasse. Noch habe ich keinen Kontakt zu so einer Institution aufgenommen. Ich habe Sorge, dass ich dann noch weniger flexibel bin. Die ist so schon recht eingeschränkt. Zum Beispiel bei Arztterminen und auch bei meiner Freizeitgestaltung.Was für mich ganz wichtig ist, sind die festen Essenszeiten und danach Ruhepausen. Wegen der starken Schmerzmittel besteht nach deren Einnahme ein erhöhtes Schlafbedürfnis.

Bisher konnte ich das mit meiner Freundin so schaffen. Sie ist ja auch meine langjährige Vertraute. Durch die veränderte Situation kommen dann aber fremde Personen, Menschen zu verschiedenen Zeiten, in mein kleines zu Hause. Damit kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.-

Dazu kommt noch:

Bei der Kontrolle meiner Kontoauszüge habe ich wegen der Augen O.P. und so weiter übersehen, dass mir jeden Monat eine Summe abgebucht wurde, von einem Unternehmer , mit dem ich noch nie zu tun hatte,völlig unbekannt und nicht nur mir.

Was für ein Stress. Aber gestern wurde mir von der Bank mitgeteilt, dass sie alle Summen (von 9 Monaten)zurück holen konnten.

Seit Tagen beschäftige ich mich zusätzlich mit meinen beiden Handyverträgen. Das bedeutet, das ich versuche, die auf dem Kontoauszug abgebuchten Summen jeweils einem, dem richtigen Handy zu zuordnen. Aus den Zeichen und Zahlen ist für mich nicht erkennbar welches das richtige Handy ist. Nur an der abgebuchten Summe kann ich das herausfinden. Kennt ihr auch solche Bankauszüge?

Na gut, nicht jeder benutzt zwei Handys zur gleichen Zeit.Hat natürlich auch seinen Grund.-

Wenn ihr mir zu diesem Beitrag eure Meinung schreiben würdet, es wäre mir eine große Hilfe und ich würde mich sehr freuen.

L.G.erike -Lilo

 

 

Romantik


 

Wo ist sie hin?

Bolle in Berlin

Damals gab es noch Bollewagen , Pferdewagen mit Eis für die Kühlkiste und Milch für den Haushalt, lieterweise in Kannen. Genannt ,, Bolle Bim Bim,, ! So fuhren sie durch unsere Berliner Strassen und brachten die heiß begehrten Wahren bis vor die Haustür.

Einmal pro Woche kam auch ein Pferdewagen mit ,,Kleinholz,, zum Tausch für ,,Kartoffelschalen,,. Der Verkäufer schwenkte seinen ausgestreckten Arm, in der Hand eine Glocke, bimmelte, genau wie der Eisverkäufer, rief dazu mit lauter Stimme: ,,Brennholz für Kartoffelschalen…!“ Die Hausfrauen eilten herbei mit Schüsseln und Eimern. Sie bekamen die Behälter mit Anmachholz für die Kochherde  oder Öfen gefüllt. Für uns Kinder war das immer ein freudiger Anlass. Das war die Abwechslung in unserem Leben. Wir rannten hinter den Wagen her. Es gab kaum Autos. Es war nicht so gefährlich wie heute auf den Strassen.

Etwas später gab es dann die Sprengwagen, sie säuberten die Strassen. Der große Spass im Sommer war , sich so nass machen zu lassen wie nur möglich.

Ach ja und der Leierkastenmann. Wenn der spielte fasten wir uns an den Händen, tanzten Ringelrein. Aus den Fenstern warfen die Mütter ,,Groschen,, herunter. Wir sammelten sie für den Mann auf, der sich jedesmal mit einer tiefen Verbeugung bedankte. –

Altes Berlin (5)

Ein paar Jahre später, leistete sich wer das konnte , auch mal ein Kutschfahrt zur ,,Kaiser Wilhelm-Gedächniskirche,,.

Weltbekannt als Wahrzeichen, im Krieg zerstört und von 1959 bis 1961 nach dem Entwurf von Egon Eiermann wurde die Ruine mit einem neuen Turm wieder zum Leben erweckt.

Wer lieber am Abend seinen Stammtisch aufsuchen wollte konnte nach Schönholz fahren um sich sein Feierabenbierchen, im letzten ,,Gasthaus vor der Grenze,, zu gönnen. Dieses Gasthaus ist nur noch Erinnerung, wie so VIELES mit dem Mauerfall verschwunden. –

Grenz kneipe Berlin Schönholz

Ja, so war das einmal und wie ist das heute mit der Romantik und der Gemütlichkeit??? Habt ihr auch solche Erinnerungen?

Einen angenehmen Tag

wünscht euch erice-lilo