Archiv für den Monat August 2016

Licht und Schatten.


Gestern war wieder so ein ganz tolles Sommersonnenwetter. Ich musste ganz einfach ganz früh raus zum spazieren gehen. Die Sonne am blauen Himmel lockte mich. Es war noch angenehme kühle Luft, so konnte ich flott laufen. Auf meiner Wald-und Wiesenwanderung war es herrlich so frische Luft zu atmen, dabei zuzusehen wie kleine weiße Schmetterlinge durch den Tag flatterten. Es war schön dem leisen Summen der Insekten zu lauschen. Die Vögel waren beinahe alle verstummt. Sie machten wohl Hitzefrei. Später nach ein paar Stunden, es wurde schon Mittag, machte mich der Duft von getrocknetem Gras schläfrig. Flirrende Hitze ermatte mich, meine Schritte wurden langsamer und schwerer. Nach Stunden der Wanderung suchte und fand ich entlich am See einen schattigen Platz . In den Bäumen, Büschen und über der Wasseroberfläche schwebten Käfer und Fliegen im kühleren Schatten. Enten, Blesshühner und Schwäne ließen sich in der kühlen Flut treiben. Andere wieder ruhten im See unter den Zweigen der Trauerweiden, die am Ufer standen. Die langen Äste hingen bis ins Wasser herab, boten ihnen Schutz.

Licht und Schatten Bild000 (3)

Die Sonne malte lange Schatten auf den Sandweg. Das mag ich immer ganz besonders. Auch das Licht das durch die Baumkronen fällt, gibt dem Laubwerk einen goldenen Ton. Sonnenstrahlen und der würzige Duft der Tannen und Kiefern gaben mir ein Stück innere Ruhe. Was für eine Stille. Erholung pur.
Ein schönes Wochende,
LG. erice-lilo  Clip-art04

Werbung

Rückblick vom 04.07.2014 -‎ 15.‎08.‎2016


Flugwolken und Stühle Bild015 (5)
Was mich einfach Schafft.
Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Das dachte ich noch als ich vor zwei Jahren mitten in der Woche, ohne jeden besonderen Anlass einen riesen großen Hausputz veranstaltete.
In den vergangenen Jahren stellte sich dann meistens irgend ein Grund dafür ein. Sei es Auslannsbesuch oder andere Erfreulichkeiten.
Spät am Abend war ich dann echt fertig aber so etwas von zufrieden und so herrlich müde, obwohl die Wohnung recht klein ist.
Gerade kuschelte ich mich frisch geduscht in mein neu bezogenes Bett, da klingelte das Telefon. Etwas verärgert, wegen der späten Störung auch neugierig nahm ich den Hörer ab. Es war ein Familienmitglied.
Es wurde ein kurzes Gespräch. Der alleinstehende Angehörige hatte ein großes Problem in seiner Wohnung. Beißende Lackfarbengerüche aus der Unteren Wohnung. Mein Verwandter nahm meine Einladung, zu mir zu kommen, auch gleich an.
Wahninnige Kopfschmerzen hatten ihn aus dem Schlaf gerissen.
Später erfuhr ich, dass in der unteren Wohnung niemand mehr wohnte. Der Mieter hatte die Räume, Fenster und Türen gestrichen und ist dann ausgezogen, blieb unerreichbar. Tagelang zogen die Gerüche in die obere Wohnung und niemand *war zuständig*!
Also hatte ich für diese Zeit einen Schlaf-Wohngast. Es war auch ganz lustig.
Dann kam ein zweiter Schlag für meinen Gast und auch für mich.
Diagnose Krebs.
Hart traf uns diese Nachricht, sehr hart. Obwohl, es gab schon viele solcher Nachrichten. Bei Nachbarn, Freunden und auch schon in der Familie.
Jedesmal haut es EINEN einfach wieder um.
Aus diesem Grund blieb mein Gast erst einmal bei mir und wir machten uns gegenseitig Mut und Hoffnung. Allerdings waren die Wohnverhältnisse weniger als schön. Eine Einraumwohnung und ein Patient dem es oft sehr, sehr schlecht ging.
Wir beantragten Hilfen. Wir bekamen einen Betreuer, der sich um ENTLASTUNG für uns kümmern sollte. Vor allem um die ÜBERBELEGUNG meiner Wohnung. Wie sich auch noch zu allem Überfluß herausstellte, durfte mein Angehöriger seine Wohnung nicht mehr, wegen SCHIMMELBEFALLs, betreten. Die Wohnung ist bis heute gesperrt.
Aber wie das leider so ist… nichts funktioniert.
Keine Ausweichwohnung oder Unterbringung und auch sonst bleiben viele der wichtigsten Aufgaben wieder an uns hängen.
Wer so etwas schon einmal erlebt hat, kennt, weiß mit Sicherheit was ich meine.
Ich wollte nur mal meinen Frust loswerden und hoffe ihr versteht mich.
Vielen Dank,
erice-Lilo Clip-art04